Rapport (PDF, 205 KB; Andreas Krebs, IBWS, ETH Zürich)
Le deuxième congrès de la Société suisse des sciences du sport (4S) a porté sur le thème «Tests et mesures dans les sciences du sport». Objectif: permettre un débat non seulement approfondi mais aussi critique sur ce sujet, qui est d’une importance fondamentale pour les sciences du sport.
Mesurer l’activité physique des enfants: une tâche complexe
Dans son discours introductif, Urs Mäder (HESFM) a souligné combien il est difficile de mesurer correctement l’activité physique des enfants, même en remplaçant les questionnaires par des instruments de mesure plus objectifs – tels les accéléromètres – capables de quantifier le volume et l’intensité de l’activité quotidienne (
Présentation).
Potentialités et limites des tests et des mesures
Urs Moser (Institut d’évaluation de l’enseignement de l’Université de Zurich) a présenté les potentialités et les limites des tests et des mesures pratiqués dans le domaine du sport sous l’angle de la recherche pédagogique. Il a comparé les débats sur l’introduction de standards dans l’enseignement de l’éducation physique avec ce qui se passe actuellement dans les autres branches. Dans les faits, il arrive souvent que les standards soient incontestés tant qu’ils ne s’accompagnent pas de tests (
Skript).
Les tests de motricité en rééducation et pour les aînés
Dans un bref exposé, Brigitte Wirth et Eling De Bruin (EPZ Zurich) ont expliqué que les tests de motricité, loin de s’appliquer seulement aux enfants, sont très importants aussi dans le domaine de la rééducation et pour les aînés – propos généreusement illustré par l’énumération des nombreuses méthodes de mesure différentes appliquées à ce groupe cible par l’EPF (
Présentation).
Motorische Tests zur sportlichen Talentselektion
Am zweiten Tag drehte es sich vor allem um den Einsatz sportmotorischer Tests bei Kindern und Jugendlichen. Im ersten Block ging es um die Frage, ob sportmotorische Tests zur Selektion von Sporttalenten eingesetzt werden können.
Thomas Rosser (Universität Bern) stellte in seinem Referat die neue
Sporttestdatenbank vor und berichtete über den Einsatz von Leistungstests im Schweizerischen Skiverband (
Présentation).
Andreas Krebs (ETH Zürich) berichtete über den Einsatz einer sportmotorischen Testbatterie bei der Selektion von siebenjährigen Kindern zum Begabtenförderprogramm Talent Eye in der Stadt Zürich (
Présentation).
Abschliessend wies
Achim Conzelmann (Universität Bern) darauf hin, dass sich die Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit über die Kinder- und Jugendjahre individuell erheblich unterscheidet und deshalb kaum eine verlässliche Prognose über mehrere Jahre möglich ist. Entsprechend kritisierte er den einseitigen Einsatz von motorischen Tests für die Talentselektion, wenn keine weiteren Kriterien einbezogen werden (
Présentation).
Motoriktests bei Kindern und Jugendlichen
Im zweiten Block wurde der Einsatz von sportmotorischen Tests bei Kindern und Jugendlichen allgemeiner abgehandelt.
Lukas Zahner (Universität Basel) berichtete über die Kinder- und Jugendsportstudie (KISS), bei der vielfältige Interventionen zur Bewegungsförderung überprüft wurden (
Présentation).
Roland Müller (ETH Zürich) präsentierte erste Resultate der Winterthurer Entwicklungsstudie, in der die individuelle motorische Entwicklung eines ganzen Jahrgangs von rund 900 Kindern über die Primarschulzeit untersucht wird (
Présentation).
Tanja Kakebeeke (Abteilung Entwicklungspädiatrie, Kinderspital Zürich) berichtete über den Einsatz des Zürcher Neuromotoriktests bei der Abklärung von motorischen Auffälligkeiten. Wie bei den anderen Referenten zeigen die Resultate ihrer Studien vor allem eine sehr grosse Variabilitätsbreite der gemessenen Leistungen im gleichen Altersbereich (
Contact).
Konsensus Statement zu Sportmotorischen Tests im Kindes- und Jugendalter
Die verschiedenen Referate bildeten die Grundlage für die geplante Verabschiedung eines Konsensus Statements zu sportmotorischen Tests im Kindes- und Jugendalter. Vorgängig wurden zwei Entwürfe verbreitet, die sich vor allem in ihrer Ausführlichkeit unterschieden. Wie Bernard Marti, Präsident der SGS und Moderator der Diskussion, bereits zu Beginn ausführte, halte die SGS alle Möglichkeiten der Vorgehensweise offen, von Nichteintreten bis zur Verabschiedung eines Statements. Die sehr lebhafte Diskussion zeigte, dass es sich um ein wichtiges und aktuelles Thema der Sportwissenschaft handelt, das auch einen nicht unbedeutenden sportpolitischen Aspekt aufweist.
Postersessionen und Nachwuchspreis 2010
Forum Praxisdozenten
Integriert in die Jahrestagung fand auch ein Workshop für die Praxisdozenten der verschiedenen Studiengänge statt. Im ersten Teil hatten sie Gelegenheit, das neue Bewegungslabor in der Sporthalle der ETH Science City praktisch zu erleben. Anschliessend fand ein Austausch zum Thema „Welcher Standard gilt in der Sportpraxis“ statt. Sieben Referenten aus Universitäten und pädagogischen Hochschulen ermöglichten einen Einblick in ihre Praxis. In der anschliessenden Diskussion wurde festgestellt, dass vielfach die Studierenden weniger Fertigkeiten mitbringen – auch weil nur noch selten eine Eignungsprüfung durchgeführt wird - und zudem immer weniger Ausbildungszeit zur Verfügung steht. Einheitliche Standards fehlen, es besteht aber grosses Interesse, die Prüfungen in den einzelnen Sportfächern über die Institutsgrenzen abzugleichen.